Pfadfinder
Was ist ein Pfadfinder

Bei den Pfadfindern lernt man die Welt und andere Menschen kennen. So begründet der 14jährige Klaus, warum er an den Wochenenden seine Pfadfinderfreunde trifft, statt vor dem Fernseher zu sitzen. Für die siebzehnjährige Anita ist das Gefühl wichtig, gemeinsam mit anderen etwas bewegen zu können und eine andere Art von Gemeinschaft zu haben als in der Schule.

Die beiden sind nur zwei von weit über 110.000 Kindern und Jugendlichen bei der DPSG. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie wollen die Welt ein bisschen verändern und Spaß haben.

Dabei finden sie sich auf den Spuren Lord Baden-Powells, des Gründers der Weltpfadfinderbewegung. Er forderte schon zu Beginn unseres Jahrhunderts die jungen Pfadfinder auf: Versucht, diese Welt ein wenig besser zu verlassen, als ihr sie vorgefunden habt. Ein Credo, das sich alle Pfadfinder zum Grundsatz gemacht haben - von den achtjährigen Wölflingen bis zu den 20 Jahre alten Rovern.

Doch wer die Welt verändern will, muss sie zunächst einmal kennen- und mit ihr umgehen lernen. Das wusste auch Baden-Powell. Ihm war frühzeitig klar, dass die jungen Scouts, je nach Alter, unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten haben. Und dass deshalb unterschiedliche pädagogische Schwerpunkte in den jeweiligen Altersstufen gesetzt werden müssen.

Unsere Altersstufen:

Wölflinge von 7 bis 9 Jahren

Mädchen und Jungen im Wölflingsalter sind neugierig, wissensdurstig und stecken voller Phantasie. Sie eignen sich die Welt vorwiegend im Spiel an, sie forschen und finden, decken auf und lassen sich entdecken. Die Freude am Entdecken zeigt sich im Wölflingsalter besonders stark. Darum sollen Wölflinge in ihrer Gruppe gemeinsam zu sich selbst finden, Freundinnen und Freunde finden, hinter die Dinge schauen und mitgestalten, und erfahren, dass Gott für sie da ist.

Jupfis von 10 bis 12 Jahren

Die Jungpfadfinderstufe (Jupfis) besteht aus Jungen und Mädchen im Jugendalter 10 bis 12 Jahre. Die Gruppenstunde findet jeden Freitag von 18:30 - 20:00 Uhr statt (Außer in den Ferien)

Im Jungpfadfindertrupp findet ihr die Möglichkeit, durch Erkunden, Abenteuern, Ausprobieren, Freundschaften schließen u.v.m., das eigene Leben zunehmend selbst in die Hand zu nehmen. Auf diesem Weg ist jedem in der Gruppe die Möglichkeit durch Hilfe und Orientierung die Welt zu erkunden gegeben.

Pfadfinder von 13 bis 15 Jahren

Pfadfindergruppen zählen auf Jungpfadfinder, die sich bereits auf eine Gruppe und ihre Abenteuer eingelassen und dabei zu Eigeninitiative und Selbständigkeit gefunden haben. Hier lernen die Jugendlichen das Wagnis mit Leben und Welt noch entschiedener und eigenständiger einzugehen, wobei sie erfahren, wie mutiger Wirklichkeitssinn sie auf dem Weg zu innerer Freiheit und sozialem Engagement voranbringt.

Doch sind in der Pfadfindergruppe auch Jugendliche ausdrücklich erwünscht, die von außen hinzustoßen. Sie finden dort ebenfalls die Chance, wichtige Grunderfahrungen gemeinsamen Lebens zu machen und sie mit eigener Resonanz zu füllen. Durch das, was sie zum ersten Mal angehen und erleben, durch ihr Entdecken und Nachfragen tragen sie ihren Teil zur Verlebendigung der Gruppe bei. Pfadfinder erleben es in der Gruppe etwas zu wagen.

Rover von 16 bis 20 Jahren

Jugendliche und junge Erwachsene suchen hier einen Platz zum Ein- und Ausatmen. Dies gilt sowohl, wenn sie die Welt aktiv gestalten und verändern wollen, als auch, wenn sie im Kreis Gleichaltriger zunächst ein zweckfreies und ruhiges Zusammensein suchen.

Das Bedürfnis, sich mit Gleichaltrigen zu treffen, die Lust am spielerischen und kreativen Tun, der Wunsch nach gemeinsamem Handeln und die Suche nach Orientierung schaffen ein Spannungsfeld, aus dem heraus sie Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Roverrunde zunächst zu finden und dann zu erweitern sind.

Deswegen ist das Motto der Roverstufe unterwegs sein. Unterwegs sein hat mit Bewegung zu tun, sich bewegen, sich bewegen lassen, etwas bewegen. Das heißt wo Rover sind, da ist Bewegung, da bewegt sich etwas, da tut sich was. Und wo sich was tut da schaut man hin, man sieht, was geht und schaut sich was ab; man kommt dazu und macht mit; man fragt mal nach wie was geht oder wer vielleicht weiß wie's geht. Unterwegs ist die Roverstufe dabei nie alleine, sondern zusammen mit anderen unterwegs. Meist nicht auf dem selben Weg, aber in die gleiche Richtung.

Das Zusammenleben in der Gruppe gibt dem einzelnen Rückhalt und hilft den jungen Leuten, Träume zu realisieren und einen eigenen Weg zu finden. Engagierte Leiterinnen und Leiter fördern dabei die von vielen Kindern und Jugendlichen beinahe verlorene Fähigkeit zur freundschaftlichen Auseinandersetzung, zu Solidarität und zur Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit. Sie muntern die jungen Pfadfinder auf, Verantwortung für sich und ihre Umgebung zu übernehmen. Ob es dabei um die Umwelt geht oder die Integration von geistig oder körperlich Behinderten, um ein friedliches Miteinander von Deutschen und Ausländern oder die Einhaltung der Menschenrechte - wer Pfadfinder ist, verpflichtet sich, ein >>Leben in tätiger Solidarität<< zu führen.
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